Besuch beim NDR (und andere Erlebnisse)

Wieder eine Woche ist vorbei. Wieder eine Woche voller bunter Erlebnisse und vielen neuen Eindrücken. Zwischendurch ging es sogar so richtig rund.

Am Montag gab es Eis. Erst morgens auf den Bäumen und Blättern (also den letzten, die es noch gab), dann nachmittags im Becher. Lecker!

Dienstag. Nikolaus. Sogar im Büro ist der gewesen – und das, obwohl es dort gar keinen Kamin gibt. Wie er da reingekommen ist? Keine Ahnung. Vielleicht kann er ja doch beamen…

Da hat einer was da gelassen!

Da hat einer was da gelassen!

Abends sind wir dann zum Nikolaussingen gegangen. Also wir haben uns mehr oder weniger moderne Weihnachtslieder angehört und dazu heißen Kakao getrunken und Spekulatius gegessen. Ein lustiger Abend.

Und dann kam auch schon der Mittwoch. Unser großer Tag, denn am Mittwoch waren wir zum NDR nach Hamburg eingeladen. Aber ich erzähle wohl besser vom Anfang an.

Am Montag nachdem der Beitrag über uns ausgestrahlt wurde, hat der Mensch eine E-Mail von dem Redakteur bekommen, der den Film gemacht hat. Er schrieb, dass der Beitrag ziemlich gut angekommen ist und dass die Sendung „Mein Nachmittag“ das Thema noch einmal aufgreifen möchte. Der Haken dabei: das würde nur heute gehen. Und so zögerte der Mensch nicht lange und organisierte es, dass er zusagen konnte.

Am Morgen war erst noch eine Besprechung zu überstehen und plötzlich mussten wir auch schon los, denn um 11:18 Uhr sollte der Zug fahren. Wir waren so pünktlich am Bahnhof, dass wir noch schnell ein Brötchen jagen konnten und dann auch schon der Zug kam.

Nach einer Stunde waren wir dann in Hamburg, wo wir flugs in ein Taxi umgestiegen sind. Weitere 20 Minuten später waren wir staufrei und tiefenentspannt beim NDR angekommen. Also am Tor erstmal. Das Taxi konnte uns sogar direkt bis vor das Studio bringen. Drinnen angekommen, wurden wir als erstes in eine Art Aufenthaltsraum einquartiert. Bequeme Sofas, ein mit Getränken gefüllter Kühlschrank, Süßigkeiten auf dem Tisch – und alles für uns! Alter Schwede, das möchte ich bitte jetzt jeden Tag haben!

Als erstes füllte der Mensch das Fomular für die Fahrkostenerstattung aus (Verwaltung muss halt sein), währendnwir es uns auf dem Sofa bequem gemacht haben. Norbert hat sich natürlich gleich auf den Süßigkeitenteller gestürzt. Kurz darauf haben wir uns natürlich nicht zwei Mal bitten lassen und ebenfalls zugegriffen.

Inzwischen wurde der Mensch abgeholt und zur Maske gebracht. Also er hat zwar keine Maske bekommen (nachher erschreckt sich noch jemand vor ihm), aber er wurde großflächig mattiert und gepudert. Gnihihihi… Danach ging es dann zum Essen in die Kantine, wo es lecker Putenschnitzel, Möhrengemüse, Kroketten und Sauce gab. Das war fast noch besser als Bonbons!

Nach dem Essen sind wir zur Probe gegangen, wo wir das erste Mal wirklich das Studio von innen gesehen haben, das Team und die Moderatoren kennengelernt haben und es uns erst einmal bequem gemacht haben. Nachdem die Probe vorbei war, hat der Mensch mit den Moderatoren über das gesprochen, was sie ansprechen wollen und dann hatten wir noch ein bisschen Zeit zum Durchatmen. Und dann ging es auch schon ganz schnell los.

Irgendwie war die Sendung dann aber auch ganz schnell wieder vorbei und da wir bis zum Ende geblieben sind, haben wir sogar noch etwas zu Essen bekommen – und das war ziemlich lecker. Tja und dann…saßen wir auch schon wieder im Taxi zurück zum Hauptbahnhof. Leider war es so voll (am nächsten Tag sollte der OSZE-Gipfel anfangen), dass wir über eine Stunde zum Bahnhof gebraucht haben. Leider leider hatte der Mensch keine Lust, sich abzuhetzen und so war noch genug Zeit für einen kleinen Abstecher auf den Weihnachtsmarkt. Hihi 🙂

Nachdem wir von dort zurück waren, war sogar noch genug Zeit, um einen Happen zu essen und dann fuhr der Zug auch schon zurück. Puh, was für ein Tag.

Der Rest der Woche war dagegen eher langweilig. Vor allem, weil den Menschen eine aufkommende Männergrippe plagte und wir es deshalb etwas ruhiger haben angehen lassen. Eine kleine Tour über den Weihnachtsmarkt brachte noch ein wenig Knabberkram für uns alle und am Wochenende standen noch ein Geburtstag und eine Weihnachtsfeier an. Und damit war die Woche auch schon wieder vorbei.

Nach dem Urlaub ist nicht gleich vor dem Urlaub…

…leider. Wirklich. Ich hätte nämlich direkt Lust, gleich wieder in Urlaub zu fahren. Aber dafür standen diese Woche zu viele (mehr oder weniger) wichtige Termine an. Naja, nicht direkt für mich, aber für den Menschen.

Der musste nämlich schon am Montag wieder arbeiten – und ich damit auch. Also freiwillig oder so. Jedenfalls kroch ich am Morgen in die übliche Bürotasche und wurde ganz entspannt durch die Gegend geschleppt.

Sonnenuntergang im Büro

Sonnenuntergang im Büro

Das setzte sich den Rest der Woche natürlich so fort. Am Dienstag hat der Mensch eine Art Prüfung für seinen Quereinsteiger-Lehrgang geschrieben. Er ist sich selber immer noch nicht sicher, ob er ausreichend Punkte/Antworten/Wasauchimmer hat, um zu bestehen. Ich denke, 50 Prozent sollten machbar sein. Und selbst wenn nicht, es macht höchstens den Unterschied zwischen „Am Lehrgang teilgenommen“ und „Mit Erfolg am Lehrgang teilgenommen“. Glaube ich jedenfalls.

Prüfungskram

Prüfungskram

Tjoa ansonsten war nicht mehr viel besonderes in der Woche. Naja, ausser dass wir gestern eine Runde über den Weihnachtsmarkt geschlurft sind. Feuerzangenbowle geht wohl schon – und die Leckereien, die der Mensch in meine Tasche gestopft hat, waren auch echt gut: Zimtapfel, Datteln, Lakritze und Wasabi-Erdnüsse.

Morgen fahren wir zu Norbert und erholen uns über das Wochenende und am Montag geht es wieder los im Büro.

Oh und bevor ich es vergesse: nächste Woche fahren wir (also die komplette Truppe, Farfried, Norbert und ich…Antje wusste noch nicht genau, ob sie mitwill) nach Hamburg zum NDR. Da sind wir nämlich in die Sendung „Mein Nachmittag“ eingeladen. Ich bin jetzt schon totaaaal aufgeregt!!!

November in Dänemark 8

Heute mussten wir früh aufstehen. So früh, dass die Sonne noch gar nicht zu sehen war. Ja gut, es war schon nicht mehr dunkel, aber die Wolken am Horizont schimmerten noch in feinsten Pastelltönen, irgendwo zwischen Gelb und Lavendel. Norbert und ich haben natürlich prompt verpennt, denn als wir aufgewacht sind, saßen unsere Menschen schon beim Frühstück. Da mussten wir uns direkt beeilen, um nicht leer auszugehen.

Warum dieses ganze Theater, fragt ihr euch sicherlich. Ganz einfach, wir mussten bis spätestens 10:00 Uhr den Hausschlüssel zum Mietbüro zurückbringen, und das war eine gute Viertelstunde mit dem Auto entfernt. Also nicht mal eben. Mit Müll wegbringen und alles doppelt und dreifach kontrollieren habendie Menschen daher 09:30 Uhr als Abfahrtszeit angesetzt. Davor musste das kleine gelbe Haus noch auf Hochglanz gebracht werden, das Auto beladen werden und und und. Also klingelte um 08:00 Uhr der Wecker.

Nach dem Frühstück ging es dann richtig rund. Wir haben Sachen hinund her getragen und aufgepasst, dass keiner auf uns drauftritt. In der Zwischenzeit wurde das kleine gelbe Haus immer leerer und das kleine graue Auto immer voller. Aber am Ende hat alles gepasst und sogar wir konnten uns einen guten Platz ergattern. Naja…der, den wir danach bekommen haben, war auch ganz nett. Wir hatten sogar ein Fenster zum hinausschauen.

Zum Glück hat alles gut geklappt und so klapperte um 09:55 Uhr der Hausschlüssel im Briefkasten der Ferienhausvermietung und wir konnten uns auf den Weg nach Hause machen. Aber was machte der Mensch? Er bog noch mal zum Wasser ab und wir machten noch einen kleinen Strandspaziergang. Schöööööön…

Danach ging es dann aber wirklich auf die Reise. Von Bork Havn nach Nørre Nebel zum Schlüssel abgeben, dann nach Henne Strand zum Abschied nehmen von der Nordsee und von da über Varde, Ribe und Tøndern zur Grenze und dannüber Niebüll, Husum, Heide, Brunsbüttel (und da wieder über die eklig hohe Brücke) bis nach Glückstadt. Da war erst mal Pause angesagt, denn wir mussten auf die Fähre warten.

Laaaangweilig!

Laaaangweilig!

Als die Fähre dann angelegt hatte und leer war, konnten wir drauf fahren. Also ICH habe uns draufgefahren. Ganz ohne Unfall. Obwohl ich in den beiden Kurven fast vom Lenkrad gerutscht bin. Und dann konnten wir auf der Elbe einen wunderschönen Sonnenuntergang bewundern. Hachja…

Als wir wieder angelegt hatten, ging es munter weiter, erst über Bundesstraßen, dann ein ganz kleines Stück über die A27, dann unter der Weser hindurch und weiter bis zu Norberts Menschin nach Hause. Auf dem Weg haben wir noch schnell beim Imbiss angehalten und etwas zu essen gejagt (aber nicht fotografiert, die Menschen waren zu gierig). Dann haben wir schnell Norbert, seine Menschin und ihre Sachen ausgeladen und dann waren wir auch schon ganz schnell selber wieder zu Hause und der Urlaub war vorbei.

Tschüss Norbert, bis nächstes Wochenende! Lass dich nicht ärgern.

Tschüss Norbert, bis nächstes Wochenende! Lass dich nicht ärgern.

Also als das Auto ausgeladen war, unsere Sachen verstaut und die Schmutzwäsche sortiert war. Puh, das war ein langer Tag. Der Mensch geht morgen wieder ins Büro, aber ob ich mitkomme, weiß ich noch nicht.

So, Feierabend.

So, Feierabend.

November in Dänemark 7

Heute schien die Sonne beim Aufwachen mal nicht in meine Augen. Irgendwie komisch, den einerseits finde ich gutes Wetter toll aber andererseits hat das morgens immer ein bisschen genervt. Nun denn, Norbert und ich haben uns erst einmal wieder umgedreht und geschaut, wann die Menschen sich aus der Pofe rollen. Das hat aber gar nicht all zu lange gedauert und bald duftete es nach Kaffee und ein leckeres Frühstück stand auf dem Tisch.

Nach dem Frühstück haben wir…nunja…nichts getan. Wir haben rumgegammelt. Mal auf dem Sofa, mal vor dem Ofen. Dazu gab es heißen Tee und Süßigkeiten. Nur Norberts Menschin hat sich bei Regenwetter (und der Regen kam wirklich fast komplett von der Seite) vor die Tür getraut und einen Spaziergang gemacht. Mutig…

Als sie zurückkam, war sie so nassgeregnet, dass sie die Jacke zum Trocknen ins Bad gehängt hat – und die Mütze auf den Kamin. Dann haben wir alle weiter gegammelt, Tee getrunken und Kuchen gegessen. Lustigen Kuchen, auch wenn er etwas deformiert und unglaublich süß war. Trotzdem lecker.

Am Abend stand dann zum ersten Mal Fernsehen an. Also so richtig, denn bislang haben wir immer nur DVDs geschaut. Aber heute Abend sollte der Beitrag über den Menschen und uns gesendet werden. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und es war sooooooo großartig.

Voll toll. Und weil das so toll ist, kommt hier noch mal der Link zum Nachschauen in der Mediathek:

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/das/Plueschtiere-mit-Twitteraccount,dasx8806.html

Leider ist heute auch schon der letzte Abend im kleinen gelben Haus, denn morgen ist Sonntag und da fahren wir wieder nach Hause. Schade eigentlich. Aber der Mensch hat versprochen, dass wir auf dem Weg noch einmal kurz am Strand anhalten – und wenn ihr das hier lest, sind wir schon auf dem Weg dahin.

November in Dänemark 6

Schon wieder schien die Sonne direkt in meine Augen, als ich aufgewacht bin. Dieses Mal war ich allerdings schon vor den Menschen wach und selbst Norbert hat noch laut geschnarcht. So ganz früh war es aber auch schon nicht mehr und darum habe ich erstmal Kaffee gekocht und dann langsam angefangen, den Tisch zu decken.

Als der Kaffee fertig war, sind auch die Menschen langsam aus ihren Kojen gekrochen und wir haben in Ruhe gefrühstückt. Dann ging es an die Tagesplanung.

Tagesplanung

Tagesplanung

Als erstes sind wir heute zum Blåbjerg gefahren. Dort, inmitten eines Naturschutzgebietes, liegt der Blauberg. Diese etwas über 60 Meter hohe Düne ist zwar bewachsen (unter anderem sogar mit Eichen), hat aber immer noch einen deutlich erkennbaren Sandboden. Oben drauf ist ein Stein mit Inschrift und ein Flaggenmast und man hat eine tolle Aussicht.

Wir sind dann noch ein wenig über die Reit- und Mountainbikewege spaziert und haben die Gegend genossen.

Als wir wieder am Auto angekommen waren, sind wir weiter nach Henne Stand gefahren. Dort sind wir – wie sollte es auch anders sein – am Strand entlang gelaufen und haben dieses Mal Muscheln statt Steine gesammelt. Dieses Mal gab es aber auch mehr zu sehen als nur Steine.

Auf dem Rückweg haben wir dann die bestellte Dagmar-Torte abgeholt und für das Abendessen ein bisschen Räucherfisch und Holz für den Ofen eingekauft. Mittlerweile friert es Nachts hier nämlich und wir haben ein bisschen mehr Holz zum Heizen gebraucht als gedacht. Insgesamt ist es aber immer noch deutlich günstiger, als die Elektroheizungen anzuschalten. Und schöner ist es auch…

DIE Torte!

DIE Torte!

Nachdem die Torte verputzt war, sind wir noch einmal alle zum Strand nach Nymindegab gefahren und haben uns den Sonnenuntergang angeschaut. Und obwohl der Abend ein paar dunkle Wolken mitbrachte, war der Sonnenuntergang wunderschön.

Danach ging es dann wieder zum Aufwärmen vor den Ofen und dann war auch schon wieder Abendsbrotszeit. Räucherfisch mit Ofenkartoffeln und Joghurt-Kräuter-Dip. Lecker. Und nun noch zwei kleine Highlights:

Abendpanorama 1: Dünen

Abendpanorama 1: Dünen

Abendpanorama 2: See

Abendpanorama 2: See

November in Dänemark 5

Heute wird wieder ein Strand-Tag. Aber um dafür genug Energie zu haben, gab es erst einmal ein tolles Frühstück mit leckeren, frischen, warmen Pfannkuchen und frischem Kaffee. Norbert hatte zwar etwas Angst, keinen Pfannkuchen mehr abzukriegen, aber die war völlig unbegründet.

Als wieder wieder laufen konnten, setzten wir uns langsam in Bewegung. Also bis zum Auto, denn hier kann man halt nicht „mal eben“ zum Strand laufen. Also naja, wir könnten zum Strand des Fjordes laufen, aber da ist es langweilig. Und da die Nordsee nur ein paar Minuten mit dem Auto entfernt ist, sind wir halt noch einmal da hin gefahren. So war jedenfalls der Plan, denn auf dem Weg sind wir an einer Kreuzung statt nach links einfach mal nach rechts abgebogen und kamen nach. Tipperne, eine Landzunge, die in den Fjord hineinragt. Hier stehen auf drei Dünen viele alte Jagdhütten, denn in dem heutigen Vogelschutzgebiet konnte man früher gut jagen und angeln.

Auf den Wiesen abseits der Straße rasteten Gänse. Hunderte. Tausende. Sie liefen und flogen herum, fraßen und badeten. Und kam man an den Zaun heran, wichen sie zurück, ging man auf die andere Straßenseite zurück, kamen sie wieder heran. Faszinierend. Wir parkten an einer Art Haus, an dem irre viele Fahrräder abgestellt waren. Ein Parkplatz und eine Art Gehege gab es auch und als wir die Gänse bestaunten, sprach uns ein (dem Autokennzeichen nach) Einheimischer an. Er erzählte uns, dass es in dem Gebäude eine Art Aussichtsplattform gab. Wir gingen hinein und stiegen in die erste Etage und…alter Däne, was für eine Aussicht.

Man konnte die knapp 15 km entfernten Windkraftanlagen von Hvide Sande ebenso erkennen, wie ein Silo und mehrere Windkraftanlagen in Ringkøbing, etwa 25 km entfernt. Die am weitesten entfernten Anlagen und Gebäude waren etwas über 30 km entfernt. Wow.

Nachdem wir noch den Tipp bekommen hatten, vom Strandzugang, den wir gestern genutzt hatten, die Straße nach Süden durch das Naturschutzgebiet zu fahren. Und allein die Fahrt hinter den Dünen entlang hat sich wirklich gelohnt (natürlich war die Straße freigegeben). Von einem Parkplatz konnten wir dann wieder durch die Dünen an den Strand gehen. Und da waren wir dann…wieder am kilometerlangen, perfekten Strand.

Während die Menschen Steine sammelten, machten Norbert und ich uns auf die Suche nach etwas interessanterem.

Das fanden wir dann auch – erst Strandgut (auf dem wir herumgeklettert sind) und dann einen Seehund, der sich am Strand sonnte. Obwohl sich die Menschen etwas sorgen gemacht haben, dass es dem Seehund nicht gut geht, sah er nicht schwach oder verletzt aus. Eine schnelle Suche bei Onkel Gugel zeigte, dass Seehunde sich durchaus auch schon mal länger am Strand aufhalten und so ließen wir unseren neuen Freund sich in Ruhe sonnen.

Auf dem Rückweg haben die Menschen noch eine bestimmte Torte (eine Dagmar-Torte) gesucht und dazu jeden einzelnen Supermarkt und Bäcker auf dem Weg abgeklappert – aber erfolglos. Sie haben dann bei einem Bäcker in einem Supermarkt für morgen eine bestellt (und stattdessen einen Hotdog gegessen).

Hot Dog mit rotem Würstchen

Hot Dog mit rotem Würstchen

Aber dann tauchte doch noch ein Supermarkt auf, ein Netto (der mit dem Hund) und siehe da: es gab noch eine. Leider haben die Menschen die Torte zu Hause verputzt, bevor ich Fotos machen konnte. Aber morgen gibt es ja noch eine.

Abends gab es dann lecker Nudelauflauf und einen tollen Sonnenuntergang und mehr „21 Jump Street“ auf DVD.

November in Dänemark 4

Wieder einmal schien die Sonne beim Aufwachen direkt in mein Gesicht. Ich mag ja schöne Tage, aber so aufzuwachen ist schon etwas fies. Aber dafür war das Frühstück um so besser, denn Norberts Menschin hat Croissants selber gebacken. Lecker lecker – und noch warm.

Nachdem das Frühstück verputzt, die Reste abgeräumt und die Küche wieder aufgeklart war, ging es endlich los. Ich hatte mir, während die Menschen aufgeräumt haben, schon einmal ausgesucht, was wir uns heute ansehen wollen. Als erstes wollten wir um das Südende des Ringkøbing Fjord herumfahren um auf der schmalen Landzunge zwischen Fjord und Nordsee nach Norden in Richtung Hvide Sande zu fahren. Dann sollte es von dort aus weiter nach Norden gehen, dann entlang des Fjordes nach Osten bis nach Ringkøbing und später auf der Ostseite wieder zurück nach Hause.

Kurz nachdem wir losgerollt waren, entdeckte der Mensch eine Zufahrt zum Strand. So stand es jedenfalls auf dem Schild, denn der Weg (Straße wäre für diese Schotterpiste echt übertrieben gewesen) führte erst einmal nur in die Dünen. Aber das waren schon mal unglaublich tolle Dünen.

Nachdem das Auto auf einem der dafür vorgesehenen Stellplätze geparkt war, gingen wir den Dünenweg entlang und als wir oben ankamen…aber seht selbst.

Kilometerweit nur Strand. Nach links und nach rechts gab es nur eines: Strand. Mit Sand, Muscheln, Steinen und Wasser. Nach Norden konnte man am Horizont einige Windräder erkennen, am Strand versanken die obligatorischen Bunker langsam im Sand und die Nordsee brandete munter auf den festen Sand. Wunderschön.

Nachdem die Menschen einen ausgiebigen Spaziergang an diesem wundervollen Ort gemacht und dabei einige schöne Steine gesammelt haben, ging es wieder zurück zum Auto und mit selbigem in Richtung Hvide Sande. Als wir dort ankamen, stellten wir fest, dass die Windräder hier in der Nähe des Hafens standen. Laut Google Maps sind das etwas über 20 km. Nur Strand.

Windräder vor Hafeneinfahrt

Windräder vor Hafeneinfahrt

In Hvide Sande selber gab es natürlich auch einiges zu sehen. Neben dem Schifffahrts-Zugang zum Ringkøbing Fjord, gab es einen Hafen, eine Werft und einige Restaurants und Geschäfte.

Von hier aus ging es immer an den Dünen entlang weiter Richtung Norden und dann nach Osten bis nach Ringkøbing. Hier machten wir einen weiteren Spaziergangs-Halt und schauten uns die Altstadt und den Hafen an. Während des Spazierganges kamen wir an einen Weg, der direkt hinter einem Haus am Fjord entlangführte.

Nachdem wir um das Haus herum waren und einen Parkplatz passierten, haben wir festgestellt, dass wir wohl am (oder sogar auf) dem Grundstück von Vestas entlang gingen. Hier lagerten Generatorenhäuser und Rotornaben von Windkraftanlagen und einige wurden gerade verladen. Wow.

Am Hafen gab es dann noch einen Hotdog (leider ohne Beweisfoto…verfressene Menschen) und dann ging es auch schon wieder zum Auto und zum kleinen gelben Haus zurück. Dort angekommen war es auch schon wieder höchste Zeit für das Abendessen (Ofengemüse aus Kartoffeln, Kürbis und Süßkartoffel und dazu Dip aus Quark und Schafskäse) und einen faulen Abend auf dem Sofa.

Morgen gehen wir wieder an den Strand!

November in Dänemark 3

Dienstag. Nein, Urlaubstag. Also noch einer. Als ich nach dem Aufwachen aus dem Fenster schaue, hängt da so eine leuchtende  Scheibe am Himmel und scheint mir direkt in die Augen. Alter Schwede ist das hell. Obwohl „alter Däne“ würde hier ja besser passen, oder?

Ist das hell hier...

Ist das hell hier…

Als erstes gibt es ein ausgiebiges Frühstück. Also so, wie sich das gehört: mit Brötchen, Brot, Ei, Wurst, Käse, Marmelade und Kaffee. Während wir arbeiten, werden am Rande der Wiese vor dem Haus komische Büsche gepflanzt. Der Boden scheint ein wenig widerspenstig zu sein…

Früh-Nom

Früh-Nom

Nachdem die übriggebliebenen Leckereien weggeräumt sind, machen die Menschen sich fertig und wir auch (wir steigen in unsere Tasche). Dann kommen die Fahrräder noch schnell aus dem Auto raus und schon geht es los. Erst den Müll wegbringen und dann auf die Landstraße nach Esbjerg. Auf den ersten Blick schien es gar nicht mal so weit zu sein, aber dann zug es sich doch eine Stunde hin, bis wir unser Auto abgestellt haben und uns die Innenstadt ein wenig angesehen haben. Fazit: der Hafen mit den Offshore-Arbeitsplattformen ist ziemlich beeindruckend, aber die Stadt selber eher nicht. Trotzdem gab es einige nette Sachen zu fotografieren, unter anderem das Wappen über dem Eingang eines Geschäftes, ein Spirituosengeschäft mit dem Namen „Slik for Voksne“ (Süßigkeiten für Erwachsene) mit einem lustigen Plakat im Schaufenster und ein hübsches Häuschen, komplett mit Turm und Turmuhr.

Da es hier nicht so wirklich schön war, sind wir noch ein bisschen weiter gefahren und kamen schließlich in Blåvand an. Laut Wikipedia gibt es hier weniger als 200 Einwohner, aber mehr als 2.000 Ferienhäuser. Das merkt man auch, denn der Ort war beinahe ausgestorben, als wir durchfuhren. Der Mensch kannte von früher noch den Weg zum Strand und der war wirklich eindrucksvoll.

Am Strand stehen noch Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg, Bunker der Atlantikwall-Befestigungen. Diese Bunker sind noch ziemlich gut erhalten und einige von ihnen wurden vom britischen Künstler Bill Woodrow in Maulesel-Skulpturen verwandelt.

Auch in der Nähe des Leuchtturms (Blåvandshuk Fyr) gibt es einen Bunker und direkt nördlich davon liegt ein großer Truppenübungsplatz, auf dem sogar geübt wurde.

Vom Strand aus konnte man den Offshore-Windpark „Horns Rev“ („Horns Riff“) gut sehen und die schon gegen 16:00 untergehende Sonne ließ uns die einzelnen Windmühlen gut erkennen.

Irgendwo da ist der Windpark

Irgendwo da ist der Windpark

Dann war es auch schon höchste Zeit für uns, wieder nach Hause zu fahren, wo wir nicht nur festgestellt haben, dass der Mensch sich ein Malbuch mitgebracht hat, sondern auch dass die Dänen hervorragenden Süßkram backen können. Und dass die Menschen leckere Pizza machen können. Omnomnom.

Mitbringsel

Mitbringsel

November in Dänemark 2

Es ist Montag. Aber es ist auch Urlaub. Deswegen wache ich erst auf, als schon das Frühstück auf dem Tisch steht. Das Wetter ist wieder mal so gemischt und noch während wir am Tisch sitzen, fängt es wieder an zu regnen. Na toll.

Nach dem Frühstück wollten die Menschen unbedingt einen Spaziergang durch den Regen machen. Ein bisschen die Gegend kennenlernen, sagten sie. Na wunderbar. Immerhin, eine kleine Orientierung kann nicht schaden. Darum sind Norbert und ich in die Tasche gestiegen. Wenigstens brauchen wir bei diesem wundervoll nassem Wetter nicht selber um die Pfützen herumturnen. Obwohl, in Pfützen herumspringen macht ja eigentlich auch wieder Spaß…na wie auch immer, wir brauchten nicht selber laufen.

Wir erkundeten also ein wenig die Gegend. Naja in Wahrheit sind wir einmal ums Stadtzentrum von Bork Havn gelaufen. Und zum Hafen. Nach gut einer Stunde waren wir wieder am Haus und da es ziemlich kühl war, hat der Mensch erst mal den Ofen angemacht. Also angefeuert. Go Ofen, go Ofen!

Dazu gab es erst einmal ein wenig mehr herumgammeln und am Nachmittag dann erst Radio und später 21 Jump Street auf DVD. Dazu ein Glas Wein oder auch Sekt und…mehr herumgammeln. Der Rest des Tages ging dann so weiter, bis zum Abendessen. Jedenfalls bis die Menschen kochen wollten.

Denn als der Mensch die Abdeckung der Dunstabzugshaube aufklappen wollte, machte sich diese stumpf selbstständig und fiel ihm geradezu entgegen. Anscheinend waren die Halterungen der Glasplatte entweder morsch (weil nicht mehr ganz taufrisch oder so) oder schon einmal im Vorfeld schlecht repariert worden. Jedenfalls konnte der Mensch die Glasplatte gerade noch eben fangen, bevor sie auf dem Herd in tausende Splitter zerspringen konnte. Was für eine Reaktion.

Nun, da wir morgen sowieos einen Ausflug machen wollten, können wir auch gleich bei der Ferienhausvermietung vorbeifahren und dort den Schaden vermelden. Zum Glück hat der Mensch eine Heftpflaster…ähm Haftpflichtversicherung. Puh…was für ein Schreck.

Darauf noch einen Wein. Prost und bis morgen!