Heute lag der Fokus des Tages doch eher auf der Arbeit. Auch wenn man die Sommerzeit immer noch deutlich merkt, so häufen sich so langsam wieder kuriose (und damit erwähnenswerte) Fälle.
Los ging es mit dem Fax. Das ist zwar relativ neu, hat aber ab und zu mal eine kleine Macke. Manchmal habe ich das Gefühl, es hat einfach keine Lust…
So wie heute. Das Fax meldet sich klingelnderweise zu Wort und signalisiert “Ey, da will jemand was. Ich kriege Daten rein.” Normalerweise piept es dann einmal recht hoch und schmeißt dann eine hübsch bedruckte Seite aus.
Nur heute nicht. Da piepte es niedrig und nichts passierte. Angezeigt wurde, dass kein Papier mehr im Schacht sei. Leider konnte ein Blick in den Schacht nur das Gegenteil zeigen – halbvoll.
Aber Moment mal: liegt die letzte Seite nicht etwas merkwürdig? Komisch, mal nachsehen. Und siehe da, die unterste Seite hatte sich um einen Zentimeter verschoben, so dass der Füllstandssensor verdeckt wurde. Technik…
Als nächstes wollte ich einem Kunden in den USA mitteilen, dass seine Sendung auf dem Weg sei – und ihm gleich die passende Tracking-ID mitschicken. Da ich aber manchmal ziemlich neugierig bin, hab ich erst einmal selber nachgeschaut…und siehe da: der Umschlag war auf dem Weg zurück zu mir. Nanu?
Da ich im Tracking-System keine näheren Einzelheiten erfahren konnte, blieb nur der Griff zum Telefon. Beim Paketdienst sagte man mir dann, dass keine Handelsrechnung an der Sendung sei und die deswegen nicht bearbeitet werden könne. OK, kein Wunder: eine Dokumentensendung bekommt keine Handelsrechnung. Deswegen war der Umschlag auch als Dokumentensendung gekennzeichnet. Inhalt (der auch so angegeben war): Dokumente und Labels.
Von Seiten des Paketdienstes bräuchte man für die Labels eine Handelsrechung, hieß es von der mittlerweile dritten (aber immer noch sehr netten) Sachbearbeiterin am anderen Ende der Strippe. Ob ich denn nicht eine Proformarechnung erstellen könnte.
Klar kann ich das, aber die würde dann über 0,– Euro lauten, denn wir berechnen für Labels, die einen Tippfehler aufweisen und ersetzt werden, nichts. Zumal sowohl Kunde als auch unser Steuerberater mich töten würden. Der eine, weil er Einfuhrabgaben zahlen müsste, der andere, weil er eine herrenlose Rechnung ohne Betrag im System herumschwirren hat. Dafür aber beide mit Recht.
Ich hab es dann geschafft, der Dame zu erklären, dass es für Unterlagen und Labels (was nichts weiter als Aufkleber sind) keine Rechnung geben wird. Daraufhin bat sie mich, das Paket anzunehmen und gleich wieder neu zu bekleben, um es wieder abzuschicken.
Da der Paketaufkleber in einer Plastik-Umschlag-Klebetüte steckt, kann ich den sogar einfach noch einmal nehmen und brauche nicht noch einmal den (ganz schön teuren) Expressversand in die USA zu buchen. Ich zahl doch nicht zwei Mal für eine Leistung, die nur einmal erbracht wird…und die ohne unser Verschulden noch einmal erbracht werden muss.
Sinnvollerweise hätte unser Paketdienst das Teil einfach zur Seite gelegt und mal eben angerufen. Dann hätte man das nämlich im Vorfeld klären können und hätte sich zwei Wege gespart. Ich bin mal gespannt, ob der Fahrer das morgen mit dem gleichen Label und Barcode noch einmal scannen kann…
Und Last but not least: der Verein…
Zeitig Feierabend gemacht, gleich hingefahren und Pfeile zusammengebastelt, rumgesessen, klug geschnackt…
Und plötzlich ging der Spass los. Die erste Mannschaft fürs Jugendpokalschießen war da – aber der Jugendleiter von uns noch nicht. Zum Glück hatten sich aber die Termine nicht verschoben, ohne dass jemand was davon mitbekommen hat und unser Jugendleiter war schon auf dem Weg.
Die Luftgewehrschützen haben es sich natürlich nicht nehmen lassen, einige Durchgänge auf dem Bogenstand zu absolvieren, so dass ich auch ein bisschen zu tun hatte. Zwischendurch konnte ich aber auch die ein oder andere kurze Trainingseinheit absolvieren. Sieht fast so aus, als wäre ich fit fürs Pokalschiessen am Donnerstag.
Bis jetzt hat sich aber nur ein anderer Schütze angemeldet, so dass ich zwar gute Chancen habe, den Pokal mitzunehmen…aber gleichzeitig auch ein schlechtes Gewissen. Naja, mal schauen….da ich sowieso bei der Auswertung dabei bin, nehm ich mein Ergebnis vielleicht noch raus.
Hinterher weiter Pfeile geflickt, ne Portion Fritten gegessen (kann ich nur empfehlen, unser Vereinswirt macht echt leckere Pommes), auf nen kurzen eingeladen worden und nach diesem völlig platt gewesen. Nach ner Viertelstunde Heimweg (zu Fuß natürlich) nun absolut bettreif.
P.S.: letzte Nacht hat das Blog die 10.000-Klick-Marke überschritten und gelegentlich taucht es sogar in den WordPress-Top-100 der am schnellsten wachsenden Blogs auf. Yay!
Eine nähere Auswertung kommt in ein paar Tagen. Zusammen mit neuen, lustigen Suchbegriffen, die euch hergeführt haben

