Verpacken, Versenden, Verladen – die Fortsetzung

Morgens um viertel vor 8, irgendwo in einem Büro in der norddeutschen Tiefebene: Gespannt fahre ich meinen Rechner hoch, öffne das E-Mail-Programm und stelle fest: im Westen nichts neues. Keine Nachrichten vom Paketdienst, keine Nachrichten auf dem Anrufbeantworter und das Telefon bleibt auch stumm.

Halb 9. Das erste Tracking der Paket-ID sagt mir, dass es immer noch auf dem Rückweg zu mir ist. Offensichtlich hat die ganze Telefoniererei des Nachmittags kein bisschen Erfolg gebracht, es wurde weder eine erneute Zustellung organisiert (mittlerweile sollte das der vierte Versuch sein), noch wurde die Rücksendung zum Absender (also zu mir) gestoppt.
Also das Telefon in die Hand und ab dafür. Am anderen Ende der Leitung sitzt wieder einmal eine freundliche Dame in ihrem Callcenter und ahnt noch nichts von dem Unheil, das auf sie wartet.

Die erste Abfrage in ihrem System bleibt relativ unspektakulär – bis sie in einem anderen Programm nachschaut. Hier sind die Telefonate von gestern und die jeweiligen Aktionen des Paketdienstes gelistet. Und in diesem Moment bleibt ihr anscheinend die Spucke weg. Sie bittet um Gedult, weil sie erst bei ihrem Vorgesetzten nachfragen müsse.

Nach einigen Minuten ist sie wieder in der Leitung. Die Zuständigen sitzen wohl gerade in einer Besprechung, anscheinend hat dieses Paket wohl doch etwas größere Kreise geschlagen, denn ich erfahre, dass ein Subunternehmer in diesem Bezirk die Pakete ausfährt. Mit diesem hat es in der vergangenen Zeit wohl öfter auf dem Betriebsgelände des Kunden gegeben – es wurde zu schnell gefahren, es gab Probleme mit dem Ausweis und so weiter. Dieses Mal haben wohl Werkschutz und Fahrer komplett auf stur geschaltet und am Ende bleibt es am Kunden hängen.

Mittlerweile hängt der Paketdienst wohl mit einem niederländischsprachigen Mitarbeiter in Deutschland am Telefon und versucht, den Fahrer zu erreichen…der bislang nicht ans Telefon geht. Welch Wunder.

10:30 Uhr: Die Spedition, die unser Auftragnehmer ist (und das an den Paketdienst weitergibt) ruft an. Letzte Information: Fahrer lassen aus Datenschutzgründen ihre Ausweise niemals kopieren. Der Werkschutz beruft sich auf Terrorabwehrvorschriften und muss alle Ausweise kopieren.
Daran, dass da mal jemand beim Kunden vor Ort anruft, und fragt, ob er nicht eben zum Tor kommen kann und das Paket entgegennimmt, hat noch niemand gedacht (ist ja auch nicht so, dass da eine Telefonnummer mit angegeben werden musste beim Expressversand).Ich fühle den starken Drang, in die Niederlande zu fahren, und sowohl bei Fahrer als auch bei Werkschutz das Gehirn durch leichte Schläge auf den Hinterkopf wieder in Gang zu bringen.

10:35 Uhr: Die Ereignisse überschlagen sich. Der Paketdienst ruft an, es konnte endlich jemand beim Subunternehmer erreicht werden und es wurde zugesagt, dass das Paket heute bis 14 Uhr ausgeliefert wird. Durch den Chef des Subunternehmens persönlich. Hoffen wir, dass das auch klappt.

Update 14:30 Uhr:
Im System wird immer noch “Nicht zugestellt – Rücksendung an Absender” angezeigt – also ist es höchste Zeit für einen Anruf beim Paketdienst. Dieses Mal ist ein junger Mann am Telefon und ich höre ihm an, dass er noch grün hinter den Ohren ist. Wenn das man gut geht…
Nachdem er auch nur die üblichen Floskeln “Annahme verweigert” und so weiter herausgebracht hat, bat ich ihn, doch einmal nachzuschauen, was noch an Telefonaten und Schriftverkehr in diesem Fall gelaufen ist – und siehe da, er war sprachlos.
Ich nicht und so konnte er nach einer freundlichen Bitte noch einmal bei der Auslandsabteilung anrufen – die mich innerhalb einer Stunde zurückrufen sollte.

Der Anruf kam schon einige Minuten später: und siehe da, das Paket ist bereits am Mittag zugestellt worden. Da die Zustellung aber auf Papier quittiert wurde, sei es noch nicht im System eingetragen. Endlich!

Jetzt werden wir uns nur noch mal intensiv über die Kosten unterhalten müssen.

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Verpacken, Versenden, Veralbern?

Heute war wieder einmal ein Tag zum in die Tonne kloppen.

Obwohl…eigentlich war der Tag toll. Das Auto sollte in die Werkstatt zum TÜV, ein Bald-Kunde hatte sich aus England zur Klärung von technischen und kaufmännischen Fragen angesagt und eigentlich versprach der Tag, sehr angenehm zu werden.
Um 7:40 vor der Werkstatt aufgeschlagen – niemand da. OK, Auto geparkt, zu Fuß zur Firma (genau gegenüber) und los ging es.
Nach der Wochenbesprechung als erstes kurz ein Telefonat führen, um Schadstoffe abholen zu lassen, nebenbei einen Kalender einrichten (so, dass der Chef den auch einsehen kann) und dann langsam das Gespräch am Mittag mit dem englischen Bald-Kunden vorbereiten.

Um 10:00 klingelte eine E-Mail vom Paketdienst-System im Posteingang. “Achtung, Ausnahme: Zustellung nicht durchgeführt, Annahme verweigert!”

Oh, was war denn? Ah, stimmt, ein Kunde hatte am Freitag noch eine Expresszustellung in die Niederlande bestellt. Was ist denn da wohl passiert? Eigentlich sollten die doch auf das Paket warten.

Ein Anruf beim Kunden sollte Klarheit bringen…aber dieser musste der Geschichte erst einmal selber nachgehen. 30 Minuten später hatte ich dann mehr Informationen:

Der Kunde hat einen Standort in einem Logistikzentrum, welches wohl so in etwa den Status eines Hafens hat. Das heißt in Zeiten von Terrorabwehrgesetzen und ähnlichem:
Zugangskontrollen, Ausweiskontrollen und so weiter.

Das sollte für einen großen, internationalen Paketdienst doch eigentlich kein Problem sein…aber so sehr kann man sich täuschen.
Offensichtlich ist der Fahrer auf dem Gelände nicht nur etwas zu schnell unterwegs gewesen, nein, er hat sich wohl auch geweigert, seinen Ausweis fotokopieren zu lassen.

Klar, der Fahrer ist wohl damit auf der richtigen Seite des Gesetzes unterwegs (hier wäre er es jedenfalls, wenn ich das aktuelle Personalausweisgesetz richtig lese) aber er hat ein Problem: er kommt nicht auf das Gelände…und kann seine Päckchen nicht zustellen.
Was macht also der findige Fahrer? Er scannt alle Pakete für Firmen auf diesem Gelände mit “Annahme verweigert”.

Dumm nur, das genau das mich auf den Plan gerufen hat.

Nachdem ich das erste Mal mit dem Kundenservice telefoniert habe, passiert nichts. Eine E-Mail mit den Infos vom Kunden hinterher macht es nicht besser. Dann der Rückruf: für den Nachmittag wird eine neue Zustellung arrangiert, wenn der Fahrer auf das Gelände kommt, ohne seinen Ausweis kopieren zu lassen.

Ab hier nimmt die ganze Geschichte groteske Züge an: die zweite Zustellung scheitert (klar, keine Ausweiskopie, kein Zugang), eine dritte Zustellung wird nicht angesetzt, stattdessen soll das Paket zu mir zurückgeschickt werden. Per Standardversand. Eintreffend wahrscheinlich am Freitag.

Inzwischen habe ich zwei Stunden voller Verhandlungen, Erklärungen und Verständnisfragen mit dem Engländer hinter mir und die E-Mail mit der Rücksendeanweisung taucht bei mir auf dem Computer auf. Der Paketdienst stellt sich weiter stur, Schadenersatz sei hier nicht zu leisten, da der Fahrer sich an geltende Gesetze gehalten hat. Über eine Erstattung der Kosten für den Versand schweigt man sich aus.

Als letzte Amtshandlung des Tages habe ich dem Aussendienstler der großen deutschen Spedition, in deren Auftrag der Paketdienst eigentlich fährt, aus dem Feierabend telefoniert und ihn gebeten, doch bitte helfend einzugreifen – denn so viel Dummheit, Sturheit und Vorschriftenbesessenheit habe ich noch nie erlebt bei einem DIENSTLEISTER!

Ich bin mal gespannt, wie es morgen früh weitergeht.

Hier gibt es die Fortsetzung: Klickmich

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Freitagsfüller KW 20/2013

Uaaah es ist schon wieder Freitag – zum Glück, denn irgendwie war diese Woche doch ganz schön lang. Dabei war es eigentlich ja eine “normale” Woche…aber durch die ganze Feiertage bin ich irgendwie doch recht verwöhnt.
Hier kommt er nun…der Freitagsfüller für diese Woche:

1. Heute ganz früh hab ich geschlafen. Verschlafen. Grummel..

2. Sch**** fällt immer von oben nach unten.

3. Hunger auf Wissen lässt mich meine Nase immer wieder in Bücher mit arg zähem Stoff stecken.

4. Warum einige Menschen so komisch sind, werd ich wohl nie verstehen.

5. Ich habe kürzlich angefangen, mich über gewisse Sachen einfach nicht mehr zu ärgern.

6. Django Unchained war der letzte Film, den ich im Kino gesehen habe.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Tanzschule , morgen habe ich Fußball und ESC gucken (zum ablästern…) geplant und Sonntag möchte ich ausschlafen, lernen und das hoffentlich gute Wetter genießem!

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(D)Um(m)frage

Es kommt ja immer wieder vor, dass Callcenter oder andere nette Menschen hier anrufen. Meistens wollen sie eine Umfrage/Studie/anderweitige Datenerhebung machen, etwas Verkaufen oder Investitionen anbieten.

Die letztere Kategorie ist besonders schlimm, weil die Anrufe meistens aus dem Ausland kommen und die Menschen am Telefon ganz fürchterlich Englisch sprechen. Dagegen ist mein Akzent wahrscheinlich direkt ein Ohrenschmaus. Diese Anrufer lassen sich auch nur durch konsequentes Auflegen abwimmeln, ein “Nein” akzeptieren sie nicht. Egal in welcher Sprache.

Am liebsten dagegen sind mir die Menschen, die etwas verkaufen wollen. Hier ist es sogar schon vorgekommen, dass diese Menschen zur richtigen Zeit angerufen haben. Wie es der Zufall nun mal so will. Nur die, die Menschen “verkaufen” (also alles, was mit Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung und so weiter) zu tun hat, wird rigoros abgeblockt. Mit solchen Unternehmen arbeiten wir nicht. Bis jetzt haben wir unsere Angestellten immer selber gesucht – und das soll und wird auch so bleiben.

Eine ganz eigene Spezies – und die, um die es hier gehen soll – sind aber die Menschen, die anrufen um Umfragen, Studien oder anderweitiges, zeitintensives Blabla machen wollen. So einen Anruf hatte ich heute vormittag:

Nette Dame am Telefon: “Ja, guten Tag. Ich rufe an von der $wasauchimmer. Wir führen eine Studie zum Thema “Förderung” durch. Ich würde gern mit jemandem sprechen, der zu Ihren Finanzen etwas sagen kann.”
Ich: “Ja schönen guten Tag. Da sind sie bei mir genau richtig!”
NDaT: “Oh das ist ja toll. Wir befragen Unternehmen, ob sie wissen, wie sie an Förderungen durch Bund und Europa kommen und da haben wir Ihr Unternehmen auch ausgewählt.  Die Befragung dauert so etwa 10 bis 15 Minuten.”
Ich: “Tja, das klingt ja ganz interessant, aber das ist im Moment etwa schlecht.”
NDaT: “Ach, das ist aber schade. Möglicherweise geht das auch etwas schneller, würden Sie mir denn ein paar Minuten Ihrer Zeit schenken?”
Ich: “Tut mir leid, das wird leider nichts. Und zu verschenken habe ich auch nichts.”

In diesem Moment konnte man hören, dass der netten Dame am Telefon quasi die Kinnlade heruntergefallen ist. Offensichtlich hat sie mit dem letzten Satz nicht gerechnet. Dabei ist das doch nur die Wahrheit. Im Gegensatz zu einigen anderen Aussagen. :-)

Das Gespräch war kurz darauf sehr freundlich aber sehr schnell wieder beendet – und ich bin sicher, dass die nette Dame auch nicht wieder anrufen wird.

Ich habe übrigens nicht gleich zu Beginn des Gespräches danach gefragt, wie viel die netten Menschen am Telefon mir für die Teilnahme an der Umfrage bezahlen. DAS hat nur mein Chef gemacht.

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Nur mal kurz…

Ich wollte nur mal eben schnell vermelden, dass ich durchaus noch lebe.
Wenn man berücksichtig, dass der heutige Tag wieder einmal von “schwierigen” Kunden geprägt war, ist es eigentlich sogar ganz gut gelaufen.

Zwischen einer neuen Bedienungsanleitung, die für unsere Geräte und Baureihen angepasst werden will und einigen Anfragen von Neukunden, verlangte heute einer der größeren Kunden eine etwas …intensivere Betreuung. Hat geklappt…auch wenn es manchmal schwierig ist, von der Anleitung auf einen anderen Vorgang “umzuschalten”. Aber gut…dafür sollte ich morgen mit dem Anleitungskrams fertigwerden. Hooray!

Heute Nachmittag habe ich mir ein neues Buch gekauft, welches ich mir in Kürze auf dem Sofa liegend vornehmen werde: “Das verlorene Symbol” von Dan Brown. Die ersten beiden Romane um Robert Langdon waren schon ziemlich gut…ich bin gespannt, wie dieses wird.

So langsam werde ich mich auch mal auf den Heimweg machen, denn im Moment sitze ich noch am Fluss und schlürfe eine Feierabend-Getreidekaltschale und habe wieder einmal ein Mindmap in halbwegs strukturierte Notizen umgebastelt. Warum? Keine Ahnung, aber das, was ich bis jetzt fabriziert habe, schrie nach einer Fortsetzung. Achja, und ein bisschen im Studientext geschmökert habe ich auch noch. Pflichtprogramm halt :-)

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Montaaaaaarrrgh

Oh, wie hätte ich auf diesen Tag verzichten können.
Eigentlich fing alles ganz gemächlich an: Die Kunden erwachen langsam aus ihrem Wochenend-Mutter-und-Vatertags-Sauf-und-Grill-Koma, im Büro sind wir da etwas schneller und sogar die Organisation eines Versandes ad hoc und per Express in die Niederlande (ob es Holland ist, wage ich diesmal zu bezweifeln…) und auch sonst geht es recht entspannt los.

Aber dann…ei ei ei: erst lässt das Wetter stark zu wünschen übrig und ich fühle mich plötzlich wie im Herbst (und vermisse einen entsprechenden Wollpullover) und dann ruft auch noch ein Kunde an, bei dem die Maschine nicht das macht, was sie soll.

Und plötzlich ist Chaos. Zwei Stunden vor Feierabend.

Zum Glück reißt dann doch noch die Wolkendecke auf, so dass ich trocken bis zur Bushaltestelle und weiter in die Innenstadt komme. Für heute habe ich mir nämlich Chillen und Bummeln vorgenommen. Nein, eigentlich wollte ich ein Eis essen, aber das fällt ob des Wetters erst mal flach und wird durch zwei Weizen und einen Tapas-Teller beim Mediterraner meines Vertrauens (und flussnaher Lage) ersetzt…und dort hocke ich nun, verdaue die Genüsse spanischer Küche und lese meine eigenen Texte Korrektur.

Eigene Texte? Kommen die denn noch ins Blog? Nein…die sind für ein anderes Projekt. Eines, das hoffentlich diesen Sommer auf Papier um die Ecke kommt…aber dazu ein anderes Mal mehr. Jetzt werde ich mich meiner nächsten Getreidekaltschale widmen und Menschen beobachten. Das macht nämlich auch Spaß und liefert vielleicht was fürs Blog :-)

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Darwin-Award – einmal beinahe, einmal ganz

Eigentlich wollte ich mich ja an diesem (langen) Wochenende mit der Nutzung des Internets ein bisschen zurückhalten. Hat auch fast geklappt, aber grad eben habe ich aus lauter Langeweile noch “mal eben kurz” den Internetauftritt unser aller Lieblingszeitung mit den vier Buchstaben (ihr wisst schon, die, die für ihren Qualitätsjournalismus berühmt berüchtigt ist)…und was ich dort lesen durfte, hat mir echt die Sprache verschlagen. Eigentlich dachte ich nämlich, dass sturzbetrunkene Fahrradfahrer diese Woche die heißesten Kandidaten für einen Darwin-Award sind – aber weit gefehlt. Gleich zwei Meldungen haben die Alki-Radler locker überflügelt:

Fall 1: Brückenläufer
In Berlin haben mehrere Menschen eine Brücke überquert. So weit ist das nichts ungewöhliches. Dummerweise haben sie es nicht auf der dafür vorgesehenen Oberfläche getan, sondern auf dem Trägerwerk. Ganz oben drauf. Zum Glück haben sie es wohl unbehelligt geschafft, nicht von der Brücke herunterzufallen und entweder lang zu fallen und hart aufzuschlagen (neben der Brücke) oder kurz zu fallen (auf die Brücke) und von den dort hängenden Oberleitungen geschmort zu werden. Wie bekloppt muss man eigentlich sein, um auf solche Ideen zu kommen?
Immerhin, weniger Glück hatten die Damen im folgenden Fall…

Fall 2: Fotoshooting
Drei Mädels in Stuttgart hatten die nette Idee, sich von zwei Jungs fotografieren zu lassen. Als Location wählten sie einen Bahnhof. Gar keine schlechte Idee eigentlich.
Dumm dagegen war es, dazu auf einen abgestellten Waggon zu klettern. Der Stromschlag aus der Oberleitung tötete eines der Mädchen und verletzte die beiden anderen.
Scheint ja fast so, als ob die drei wohl “hot chicks” sein wollten…denn das waren sie. Ganz kurz.
Mein Mitleid hält sich allerdings in Grenzen, denn dass in einer Oberleitung etwas mehr Saft steckt als in einer Steckdose und dass man von diesen Leitungen genug Abstand halten muss, sollte selbst Teenies bekannt sein.

Ich jedenfalls werde jetzt kopfschüttelnd ins Bett gehen.

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Kurze Woche

Diese Woche ist wieder einmal eine kurze Woche. Und zum Glück neigt diese sich auch so langsam dem Ende zu. Zum Glück? Ja, denn ich bin im Moment sowas von platt.

Ich weiß zwar nicht wieso, aber im Moment könnte ich rund um die Uhr schlafen. Gut, die Freizeit des letzten Wochenende war durchaus mit Aktivitäten (auch sportlichen) gefüllt und der Montagabend war alles andere als kurz, aber gestern konnte ich tagsüber zwar die Augen noch so eben offen halten, aber als ich mich nach Feierabend zum Lesen auf mein Sofa gefläzt habe, habe ich keine fünf Seiten geschafft.

Als ich dann so gegen halb 9 wieder wach wurde, war auch nur gerade genug Energie vorhanden, um schnell etwas zu essen und mich dann über Bad in Richtung Bett zu bewegen.

Zum Glück kann ich morgen ausschlafen. Freitag ist frei (endlich macht der Tag seinem Namen mal alle Ehre) und dann ist da ja auch noch das normale Wochenende. 3 Tage arbeiten, 4 Tage frei – da könnte ich mich durchaus dran gewöhnen…

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…oder spielen sie schon Golf?

Am Wochenende habe ich es getan: ich habe zum ersten Mal Golf gespielt.

Klingt fürchterlich spießig, ist es aber eigentlich gar nicht…und erst recht nicht nur für alte Leute. Aber ich fang mal besser am Anfang an.

Seit einigen Jahren spielen meine Eltern schon Golf. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie die beiden da rangekommen sind, aber mein Vater ist angefangen, kurz darauf hat meine Mutter mitgemacht und irgendwann wurde das Ausprobieren eher ein regelmäßiges Spielen.
Mein Vater hat mittlerweile auch schon Turniere ausgerichtet (beziehungsweise ausrichten lassen, das ist nämlich eine ganze Menge Arbeit), deren Einnahmen plus Spenden der hiesigen Jugendfeuerwehr zugute gekommen ist, und irgendwie lag es nahe, dass mein Bruder und ich das auch einmal ausprobieren.

Ich war zwar schon mal mit meinem Vater mitgekommen, aber mehr als einige Bälle zu putten und als “Caddy” mit ihm über den Platz zu gehen, habe ich noch nicht gemacht. Das hat sich dieses Wochenende geändert. Mein Bruder und ich bekamen jeweils einen Gutschein über einen kostenlosen Schnupperkurs, und wir beschlossen, diesen gemeinsam zu machen.

Leider hat uns der Golfplatz mangels Telefonnummer nicht mitgeteilt, dass am geplanten Tag der eigentlich geplante 2-stündige Schnupperkurs nicht stattfindet. Dafür war bei bestem Wetter ein Tag der offenen Tür auf dem Golfplatz, wo jede Stunde ein kürzerer, kostenloser Schnupperkurs angeboten wurde, man andere Spiele machen konnte und für Unterhaltung gesorgt war. Dazu gab es für jeden, der wollte, noch 100 Bälle für die Driving Range zum Abschläge üben und kostenlose Leihschläger – und das Ganze auch noch bei bestem Wetter.

Wir schafften es, in einen Kurs von 15 bis 16 Uhr noch mit hineinzukommen…und die Zeit vorher überbrückten wir mit Abschlägen. Gar nicht mal so einfach, dieses kleinen weißen Ball überhaupt zu treffen. Aber wenn ich ihn erst getroffen hab…hui, mal kullerte er 6cm weit, mal flog er 60 Meter schnurgerade dahin. Manchmal drehte er aber auch munter zur Seite oder hoppelte über den Boden.
Dann kam der Mini-Kurs. Ein Trainer zeigte uns, wie man richtig steht, wie die Körperhaltung beim Schlag ist (war zur Frage meines Bruders führte, ob die Schmerzen auch irgendwann wieder weggehen) und wie man den Schläger überhaupt richtig hält.
Dann stellten wir uns an die Abschläge und durften draufhauen.

Gleich beim ersten Schlag schaute der Trainer bei mir zu. Ich gab mir also Mühe, das Gezeigte umzusetzen und holte aus, schlug und…traf den Ball beinahe perfekt. Im hohen Bogen schoß der Ball davon und der Trainer grinste mich an und meinte “Du hast doch schon mal gespielt…”. Ja, hatte ich auch. Eine Stunde vorher mit 100 Bällen auf der Driving Range.
Dem Glückstreffer folgten etliche schlechtere Bälle aber auch einige weitere schöne Schläge und eh wir uns versahen, war die Stunde auch schon wieder um.

Ein Highlight war dann aber während einer kleinen Theorie-Einlage die Frage meines Bruders, wie man denn dafür sorgen könne, dass der Ball immer nach links davonfliegt.
Die Antwort des Trainers lautete schlicht und einfach “Ja dann spiel doch einfach weiter nach rechts…”, was sich wie ein Sickerwitz durch unsere Reihen fraß und für Erheiterung sorgte.
Die Erklärung, warum ein Ball nach links oder rechts fliegt statt geradeaus, folgte dann auf dem Fuß…mit Vorführung.

Nach der Stunde zog mein Bruder wieder seiner Wege, während ich mein Glück noch mit dem Putter auf einer Art Minigolf-Anlage versuchte (ich war sowas von grottenschlecht, der Ball hüpfte immer wieder aus dem Ziel heraus) und eine Runde auf einem Segway-Parcours absolvierte.

Hinterher habe ich zwar wieder einmal Muskeln entdeckt, von denen ich nicht wusste, dass ich sie habe (und die ihren Unmut darüber auch in einem deutlichen Muskelkater zeigen), aber trotzdem war das bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich kleine, weiße Bälle vor mir hertreibe. Nach einem Schläger habe ich mich schon umgesehen (für den Anfang wird wohl erst mal ein Eisen und einem Putter für die Übungsanlagen reichen, aber für den Platzreife-Kurs möchte ich schon eigene Schläger haben) und auch nach möglichen Mitgliedschaften (ganz schön teuer) habe ich mich schon umgesehen.

Mein Fazit: interessanter als erwartet, unheimlich anspruchsvoll und garantiert kein Alte-Leute-Sport :-)

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Freitagsfüller KW 18/2013

Und schon wieder ist Freitag. Kaum zu glauben, dabei fühlt es sich an wie Dienstag. Oder so…jedenfalls ein bisschen. Bei mir jedenfalls, denn so eine kurze Woche wirft mein Zeitgefühl ganz gerne mal völlig durcheinander…mal mittendrin nen Tag frei, dann wieder am Ende nen Feiertag mit Brückentag (oh, nächste Woche ja auch wieder…). Weia weia weia…

So, und hier kommt er nun, der Freitagsfüller…vielen Dank dafür an Barbara.

1.  Manchmal bin ich neidisch auf die Menschen mit einem 9-to-5-Job. Aber nur kurz, denn auf Dauer wäre mir das irgendwie zu langweilig.

2.  Ich habe selten Urlaubspläne. Nur dieses Jahr, da hab ich was geplant.

3.  Irgendwas ist schiefgegangen wenn  … ja, wann eigentlich? Keine Ahnung, aber bei mir gibts da kein so eindeutiges Zeichen. Dafür können zu unterschiedliche Sachen schiefgehen.

4.  Gute Laune habe ich in letzter Zeit immer öfter.

5.  Heute werde ich mich Mittags für mindestens zwei Stunden schlafen legen! Ich bin sowas von Müde grad…

6.  Es gibt auf jeden Fall einen deutschen Gewinner der Champions League 2013. Dortmund (hoffe ich jedenfalls!)

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf tanzen , morgen habe ich Fahrradfahren geplant und Sonntag möchte ich mal etwas neues probieren…

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